Am Morgen sind wir nach dem Frühstück schnell abfahrbereit. Wir haben in den letzten Wochen immer wieder Kontakt zu meiner ehemaligen Kollegin Angelika und ihrem Mann Thomas gehalten. Die Beiden sind auf ihrem Segelboot unterwegs und wollen in Portugal überwintern, nachdem Angelika glücklich im Ruhestand angekommen ist. Zunächst hatte es den Anschein, dass wir uns nicht mehr treffen werden. Sie sind deutlich später losgekommen als geplant und so waren wir ihnen immer etliche Tage voraus. Nun lagen sie aber schon seit einigen Tagen in Dieppe im Hafen und das Wetter machte eine Weiterfahrt unmöglich. Also haben wir unsere Tour betrachtet und festgestellt, dass der Weg über Dieppe zurück einen nur sehr geringen Umweg von etwa einer Stunde machte. Das ist doch nichts. Also haben wir uns für heute Abend zum Essen gehen und Klönen verabredet. Wir werden noch einmal den Stellplatz von der Hinreise anfahren, von dort sind es nur wenige Schritte zum Hafen.
Tatsächlich sind wir gegen 17 Uhr am Hafen, finden wieder einen Stellplatz und treffen die Beiden dann auf ihrem Schiff. Nach einigen Bier und viel Geschnacke gehen wir lecker essen. Die Beiden kennen sich aus, haben in den letzten Tagen schon Restaurants erprobt. Dann bringen sie uns noch zum Wohnmobil und schon heißt es wieder Abschied nehmen. Morgen früh soll es für Angelika und Thomas sehr früh rausgehen, sie haben endlich den passenden Wind, um weiter nach Süden zu kommen.
Die Beiden werden wir wohl so schnell nicht wiedersehen, sie planen für die nächsten zwei Jahre auf Tour zu sein.
Uns zieht es nun auch weiter und zwar nach Holland. Wir wollen uns noch auf dem Rückweg das Osterschelde-Sperrwerk an der Nordsee ansehen. Wir kommen zügig voran und am späten Nachmittag sind wir in Domburg, einem wunderhübschen kleinen Ort. Hier kaufen wir noch ein paar Kleinigkeiten ein, vor allem Brot für das Frühstück fehlt. Dann suchen wir uns einen Campingplatz. Wir haben Glück und bekommen den letzten Platz auf dem Camping de Schelp direkt am Meer. Doch leider beginnt es , kaum das wir geparkt haben, so zu schütten, dass wir nicht mehr an den Strand gehen können. Wir bekommen von der schönen Lage gar nichts mehr mit. Also nur noch kochen und ab ins Bett. Der Tag war lang und anstrengend.
Am nächsten Morgen sind wir zügig wieder unterwegs. Allerdings schauen wir vorher wenigstens noch einmal über die Düne auf die Nordsee. es ist zwar trocken aber sehr windig und ungemütlich. Also starten wir durch.
Unser letztes Ziel auf unserer Reise ist der Besuch bei unseren Freunden Petra und Manni in Wallenhorst.