07.09.2024

Unsere Reise führt uns heute weiter auf die Halbinsel Crozon. Wir sind wieder entspannt nach dem Frühstück gestartet und erreichen gegen Mittag die Pont de Térénez, die auf die Halbinsel führt. Diese Brücke ist sehr beeindruckend, denn sie ist die erste Schrägseilbrücke Frankreichs mit einer in einer Kurve verlaufenden Straße. Vor der Brücke ist ein kleiner Parkplatz, wo wir mit dem Dicken gut halten können, um dieses Bauwerk zu bestaunen. Spektakulär!

In Crozon fahren wir zunächst zum Aldi, um unsere Vorräte ein wenig aufzufrischen. Dann gucken wir uns unseren gebuchten Campingplatz in Crozon an. Hier ist deutlich erkennbar, dass die Saison bereits vorbei ist. Der Platz ist fast leer, wir haben freie Platzwahl. Ansonsten ist alles sehr sauber und recht neu. Es gibt sogar ein Schwimmbad, dass wir aber nicht besuchen. Nach einer kurzen Kaffeepause fahren wir noch einmal los. Hier ist das Rad keine Option, die Landschaft ist einfach zu bergig und steil. Also geht es mit dem Womo nach Camaret sur Mer. Mit dem Wohnmobil ist es gar nicht so einfach in den kleinen Städten einen passenden Parkplatz zu finden. Der über Park for night empfohlene Platz ist inzwischen nur noch für PKW erlaubt, aber wir finden etwas oberhalb vom Hafen einen Stellplatz, wo bereits weitere Womos parken. Von hier wandern wir um den Hafen auf die kleine vorgelagerte Landzunge mit dem berühmten Vauban-Turm, einem Verteidigungsbauwerk aus dem Ende des 17. Jahrhundert. Der sechseckige Turm ist seit einigen Jahren Weltkulturerbe.

Direkt nebenan liegt die kleine Seefahrerkapelle Chapelle de Notre-Dame de Rocamadour, die von innen und außen wunderschön ist. Auf dem Weg zu diesen Sehenswürdigkeiten kommt man an einem Schiffsfriedhof vorbei. Die alten Boote haben eine besondere Magie in ihrem desolaten Zustand.

Wieder auf dem Heimweg kommen wir noch in Camaret an den Steinreihen von Lagatjar vorbei und halten für ein Foto. Von hier sehen wir eine Ruine in Richtung Steilküste und fahren dort ebenfalls noch mal hin. Es ist das Saint-Pol Roux Manor, das Wohnhaus eines Dichter mit traumhaften Blick auf das Meer. Wie schön muss es hier gewesen sein, als das Haus noch unversehrt und mit Leben gefüllt war.

08.09.2024

Am Morgen regenet es ergiebig, alles ist grau in grau. Wir starten gemütlich in den Tag, lesen und bearbeiten das Tagebuch.

Gegen 14 Uhr scheint das Wetter etwas besser zu werden und wir erkunden die Halbinsel mit dem Wohnmobil.

Der erste Stopp ist am Cap de Chevres, wo es eine große militärische Anlage und ein Kriegsdenkmal gibt. Spektakulär ist der Ausblick von hier oben auf die unter uns liegende Küste. Wie traumhaft schön muss es hier erst bei Sonnenschein oder zum Sonnenauf- oder untergang sein. Die Heidelandschaft leuchtet auch jetzt noch in tollen Farben. Bei etwas Sprühregnen machen wir eine kleine Küstenwanderung.

Der zweite Stopp ist am Cap d´Espagnols. Schon alleine die Fahrt hierher ist wunderschön und bietet trotz des schlechten Wetters tolle Ausblicke auf die Küste. Auch an diesem Cap, das gegenüber der Hafenstadt Brest liegt, befindet sich eine große militärische Anlage.

Die Fahrt zurück nach Camaret führt uns entlang der Küstenstraße. Wir stoppen noch an einigen kleinen Fischerdörfern und einem weiteren militärischen Gelände, doch der Regen verhindert manchmal das Aussteigen und Fotos machen macht dann auch keinen Spaß. Einzig im kleinen Ort Le Fret, machen wir noch einen kurzen Spaziergang, da wir den Dicken gut an der Hafenmole parken können. Die letzte Nacht verbringen wir wieder auf dem Campingplatz in Crozon. Wir kochen , lesen und bearbeiten die Bilder. Auch zum Spielen ist heute Zeit.