09.09.2024

Am nächsten Morgen verlassen wir die Halbinsel Crozon und fahren weiter nach Süden. Für zwei Tage wollen wir noch nach Carnac bzw. auf die Halbinsel Quiberon. Hier hoffen wir, dem schlechten Wetter zu entfliehen. Außerdem ist es ein guter Ort, um dann quer durch die Bretagne zurück nach Dieppe zu fahren, wo wir uns mit Freunden treffen wollen.

Noch auf der Halbinsel Crozon besuchen wir die Moulin de Luzeoc, eine wunderbar renovierte alte Mühle.

Einen letzten Fotostopp machen wir an der Église Saint Magloire de Telgruc sur Mer, einer wunderschönen gotischen Kirche aus dem 16. Jahrhundert. Leider können wir nicht sie nicht von innen besichtigen.

Die Fahrt nach Carnac dauert etw 2 Stunden und ist ziemlich unspektakulär. Wir beschließen in Carnac zu bleiben und suchen uns dort einen Campingplatz.  Es ist ein eher einfacher Platz aber schön gelegen und gepflegt. Erstaunlich sind die hohen Hecken, die unseren Platz einfassen. Tatsächlich scheint die Sonne und wir können draußen Kaffee trinken. Auch eine erste Erkundungsfahrt mit dem Rad  ist im Sonnenschein möglich. Allerdings geht Wind und es ist nicht sehr warm. Wir besuchen die Steinreihen von Ménec, 3000 Menhire, die etwa 7000 Jahre alt sind. Das ist schon ein imposanter Eindruck, allerdings ist das Gelände eingezäunt und wir schieben unsere Räder nur einmal um das Gebiet. Das Besucherzentrum ist bereits  geschlossen, dort wären wohl auch Führungen möglich.

Wir radeln noch bis zum Beginn der Halbinsel Quiberon und gehen dort ein kleines Stück am Strand spazieren. Insgesamt haben wir am Ende des Tage weit über 30 Kilometer auf dem Tacho. Allerdings sind wir meist an viel befahrenen Straßen geradelt, es wäre schön, wenn wir morgen einen angenehmeren Weg finden würden. Den Abend lassen wir wieder ruhig ausklingen.  Toddy kocht heute Hähnchenge-schnetzeltes mit Zucchini und Reis, echt lecker. Nur zum Draußensitzen und Essen ist es leider auch hier viel zu kalt. Vielleicht müssen wir im nächsten Jahr doch etwas früher den Jahresurlaub starten.

 

10.09.2024

Heute wollen wir auf die Halbinsel Quiberon radeln. Leider müssen wir uns warm verpacken, es ist windig und nur sehr selten blickt die Sonne durch die Wolken. Schon das Frühstück müssen wir wieder im Wohnmobil zu uns nehmen, wie schade. Wir radeln entlang der Küste, in der Hoffnung nicht wieder an der Hauptstraße entlang zu müssen. Als es zu regnen beginnt, stellen wir uns bei einen großen Baum unter und bekommen Gesellschaft von einem deutschen Ehepaar. Die Beiden kennen den Weg entlang der Küste nach Plouharnel, wo man dann auf die Halbinsel abbiegt. Wir dürfen uns anhängen und radeln zu viert weiter entlang der Küste. Im kleinen Ort Saint Colomban besichtigen wir die sehr alte Capelle de Saint Colomban aus dem Jahre 1621. Es ist eine einfache, ohne Prunk gestaltete Kirche der Seefahrer - wunderschön.

Überhaupt ist dieser Radweg durch die kleinen bretonischen Fischerorte entlang der Küste einfach herrlich. Er bedeutet aber auch kilometertechnisch viel mehr Weg, so dass wir am Ende nicht bis zu Spitzte der Insel Quiberon kommen werden, denn wir müssen heftig gegen den Wind an. Da geht der Akku an meinem neuen Rad schnell in die Knie. Am Ende des Tage habe ich 55 Kilometer auf dem Tacho und bin mit dem Akku fast runter.

Die Halbinsel Quiberon ist wunderschön. Das erste Stück ist flach und schmal und erinnert an Sylt. Es gibt Dünen und lange Sandstrände. Ab dem  Fort de Penthièvre, einer sehr schmalen Stelle der Halbinsel, wird es dann hügelig und steinig. Jetzt geht es nicht nur gegen den Wind sondern auch die Steigungen hinauf. Am Aussichtspunkt oberhalb vom Plage de Port Blanc fotografieren die alte Ruine eines Hauses auf der Klippe.

Ab nun  geht es Richtung Heimat. Wir durchqueren den Ort Kergroix auf der Suche nach einem Café, aber hier ist bereits Saisonende. Alles wirkt verweist und verlassen, schade.

Wir radeln zurück bis zum Beginn der Halbinsel und finden in Plouharnel endlich ein Bistro. Es ist möglich draußen einen Kaffee zu trinken und ein Croissant zu essen.  Die letzten Kilometer zurück zum Campingplatz radeln wir wieder entlang der Küste abseits der Hauptstraße. An einem Supermarkt wollen wir noch einige Einkäufe erledigen und treffen noch einmal das nette Ehepaar vom morgen. Die sind in Plouharnel hängen geblieben und haben dort den Tag verbracht.

Wir kaufen uns zum Abendbrot ein warmes Grillhähnchen und machen uns dazu Salat, sehr lecker und schnell fertig. 

Nach so viel frischer Luft und körperlicher Anstrengung gehen wir früh ins Bett, zumal wir morgen die Rückreise antreten werden und einige Kilometer vor uns haben.